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Bahnhofquartier, 3400 Burgdorf BE 

Stand der Informationen: 8.12.2005
 
Gebiet: Bahnhofstrasse, Lyssachstrasse, Walkiweg, Hunyadigässli
Zone in Kraft seit: 1996.
Die erste Begegnungszone der Schweiz besteht seit 1994 - anfänglich versuchsweise unter dem Namen "Flanierzone". Damals wurde ein Problem angegangen, das in Ortszentren von vielen Kleinstädten anzutreffen ist: Sie sind einerseits meist auf motorisierte Kundschaft angewiesen, andererseits ist gerade in Kleinstädten der starke Kundenverkehr das Grundübel für eine unattraktive Einkaufszone. Mit der Begegnunszone wurde ein Mittelweg gewählt, mit dem bewusst eine neue Verkehrskultur angestrebt wurde: der Langsamverkehr.

Angaben zur Gemeinde

3400 Burgdorf BE, 14467 EinwohnerInnen. Gemeindenr. 404

Beschreibung

Geschichtlicher Abriss von Idee bis Realisierung

Bauphase / Planung

1996 - Einrichtung des Versuches "Flanierzone" welcher als Konsens aus den Interessen des Gewerbes (Erreichbarkeit der Geschäfte mit dem Auto, Erhalt der Parkplätze) und der Umwelt- und Verkehrsverbände (Temporeduktion, Fussgängervortritt) entstand. Mit dem Versuch sollte u.a. nachgewiesen werden, dass das Miteinander von rollendem und Fussverkehr auf derselben Verkehrsfläche funktioniert, dass damit die Attraktivität zentraler Örtlichkeiten erhöht wird, mehr Fussgänger unterwegs sind und die Verkehrssicherheit erhöht wird.
1998 - Bewilligung vom Bundesamt für Strassen als unbefristeter Versuch
2002 - Inkrafttreten der geänderten Signalisationsverordnung. Die Idee der Flanierzone wird als Begegnungszone Teil des Schweizer Verkehrsrechts.

Beschreibung vorher - nachher

Die Strassen im Bahnhofquartier galten schon vor der Einführung der neuen Regelung als relativ angenehm.
Nach der Einführung:
- Rückgang des Geschwindigkeitsniveaus um rund 20 km/h
- Abnahme des motorisierten Verkehrs um 16%
Die anfängliche Skepsis seitens der Bevölkerung und des Gewerbes wandelte sich im Laufe der Pilotphase in breite Akzeptanz (Meinungsumfrage bei Geschäftsinhaber: 1997 - 25% Befürwortung; 2001 - 55% Befürwortung)

Zusammenarbeit

Öffentlichkeitsarbeit / Einbezug der Bevölkerung und des Gewerbes:
- Verteilung von Flugblättern bei der Einführung der Flanierzone im Dez. 1996 sowie Gespräche vor Ort
- Öffentlichkeitsarbeit während der Versuchsphase:
Aufstellen von Plakaten und Transparenten
Wiederholte und verstärkte Information in der Presse

Kommunikation:
Für die Versuchsphase wurden in der Zone kaum bauliche Veränderungen unternommen, wodurch das Erscheinungsbild der Strassen gleich blieb. Die intensive Öffentlichkeitsarbeit und die dauernde, immer wieder wechselnde Informationstätigkeit vor Ort konnten die visuelle Kommunikationslücke allerdings füllen. Der Vorteil dieses Vorgehens war, dass nicht von vornherein eine vorgegebene Gestaltung "eingepflanzt" wurde, sondern dass die Situation kontinuierlich den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden konnte.

Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen Stellen: keine Angabe

Unfälle / Erfolgskontrolle

keine Angabe

Planung / Realisierung

keine Angabe

Auskunft

Kontakt:
Stadt Burgdorf
Stadtentwicklung
Lyssachstrasse 92
Postfach 1540
3401 Burgdorf
Tel. 034 429 42 11
Fax. 034 422 93 58
aline.renard@burgdorf.ch

Homepage der Gemeinde: http://www.stadt-burgdorf.ch

Kritische Erfolgsfaktoren, Schwierigkeiten

Während Planung und Umbau: keine Angabe

Seit der Umsetzung: keine Angabe

Kommentar von Seiten Fussverkehr Schweiz

keine Angabe

Quellen, Literatur, Publikationen

Informationen über alle Begegnungszonen in Burgdorf finden sich unter www.modelcity.ch bzw. www.modelcity.ch/content/projekte/phase1/begegnungszone/begegnungszone.html
weitere Literatur:
Daniel Grob, Fussverkehr Schweiz (2000): Evaluation einer neuen Form für gemeinsame Verkehrsbereiche von Fuss- und Fahrverkehr im Innerortsbereich - Expertenbericht
Fussgänger- und Velomodellstadt Burgdorf (2002): Natürlich unterwegs. Schlussberich 1996 -2001.

Kontakt für Anregungen, Kritik, Fragen

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Kennzahlen

Verkehr

Kategorisierung Strasse:    Erschliessungsstrasse

Kennzahlen IV

DTV:    6000
Spitzenstunde:    keine Angabe
LW-Anteil:    keine Angabe
Velos:    keine Angabe
FussgängerInnen:    keine Angabe

Kennzahlen ÖV

ÖV in Zone vorhanden:    ja
Anzahl Linien:    7
Anzahl Busse pro Tag:    keine Angabe

Geschwindigkeit

v50    keine Angabe
v85    keine Angabe

Parkierung

Anzahl PP:    keine Angabe
Parkregime:    keine Angabe

Überlagertes Verkehrsregime

Einbahn:    keine Angabe
Einbahn mit Velo im Gegenverkehr:    keine Angabe
Fahrverbot:    keine Angabe
Zeitliche Zufahrtsbeschränkung:    keine Angabe
Lastwagenfahrverbot:    keine Angabe
Anderes:    keine Angabe

Temporegime ausserhalb Begegnungszone

     keine Angabe

Typ der Begegnungszone

Wohnquartier:    nein
Geschäftsquartier:    ja
Schule:    nein
Bahnhof:    ja
Altstadtsituation:    nein
Anderer:    keine Angabe

Grösse

Länge in Meter:    570
Geschützte Bereiche ohne Fahrverkehr:    keine Angabe

Kosten und Finanzierung

Planungs- und Baukosten:    In den Versuchsjahren wurden 105'000 (75% der angestrebten verkehrstechnischen Wirkung wurde damit erzielt), ab Oktober 2000 noch einmal 735'000 investiert (90% der angestrebten verkehrstechnischen und städtebaulichen Wirkung erzielt). Von den bis jetzt ins Projekt geflossenen 840'000 Franken stammen rund 320'000 vom Bund und 220'000 aus Burgdorfer Steuermitteln. Praktisch der gesamte Rest wurde privat finanziert, vor allem vom VCS Schweiz und von Fussverkehr Schweiz.
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Bildergalerie

 
 
 
 
 
 
 
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